Erste Bau- und Forschungs-Sessions 2021

Am Samstag den 23. Okt. findet die erste von 3 Bau- und Forschungs-Sessions im Jahr 2021 der Meta-Modell-Stadt morphoPoly statt. Ein kleines Team von 5 Kindern ist eingeladen, auf kleinen Platten Teile und Versionen der Stadt zu entwerfen. Das erste Grundthema ist die Straße. Wie verlaufen Straßen in der Landschaft, wie definieren sie, was an ihnen gebaut wird und werden von dem Gebauten definiert, was verbinden sie, was trennen sie, was geschieht auf und in ihnen? Und wie bilden sie mit der Zeit umfangreiche Netze, die den dichten Verkehr von Gütern, Menschen, Kommunikationsformen und anderen Lebewesen ermöglichen, aber auch den Lebensraum anderen Lebensformen gefährden?

Diese Aufgabe wird in 2 Arbeitsphasen anhand von nicht definierten, weißen Arbeitsflächen und landschaftlich vorgestalteten Platten gestellt. Es kommen Naturmaterialien, Holzbausteine und anderes Material zum Einsatz.

 

Die Forschungsreise der Suche nach morphoPoly hat begonnen

Ein Team von 8 ForscherInnen (Simone Carneiro, Natali Glisic, Nora Gutwenger, Olivia Jaques, David Kellner, Jan Lauth, KT Zakravsky, Robert Zanona), ergänzt durch fachkundige BeraterInnen und BegleiterInnen (Walter Roschnik, Kristoffer Stefan, Margarete Jahrmann u.a.) haben im geräumigen Studio 010 in der Vorderen Zollamtsstraße 7 ihre Arbeit aufgenommen.

Wir danken den Kollegen des zuvor dort tätigen Projekts “Conceptual Joining” für das Überlassen der Holzstrukturen, die uns ein erweitertes Lagern und Agieren in der Vertikalen ermöglichen.

Die Forschungsreise wird 24 Monate (bis August 2023) dauern und die komplexen Beziehungen zwischen dem Geplanten und Planbaren und dem Überraschenden, Zufälligen, Spontanen, aus heiterem Himmel Kommenden auf mehreren Ebenen ausloten.

Wenn morphoPoly eine Meta-Stadt wäre, die zwischen den Welten, Zeiten, Räumen wächst, wie kann man sie finden? Und wenn man sie finden, erkennen, bauen, entwerfen könnte, wäre dies dann ein organisierter Arbeitsablauf, der der gewohnten Planung von Städten und Quartieren gleicht?

Vor allem will dieses Projekt im Bereich “künstlerische Forschung” neue Arten des kollektiven und prozessorientierten Entwerfens erproben. Und das sinnlich, konkret, “hands-on”. Alle Stadien und Versionen der wundersamen Stadt werden immer auch haptisch, in 3 Dimensionen, mit diversen Materialien, analog entworfen.

Das beginnt mit der Einladung von Kindern im Volksschulalter (7 – 12 Jahre) als ForscherInnen, Bauende, eine andere Stadt und eine andere urbane Existenz Entwerfende.